Am Flughafen Düsseldorf werden Reisende ab morgen auch mit einem sogenannten „Körperscanner“ kontrolliert.

 

Frank Herrmann, Sprecher der Piratenfraktion für Datenschutz und Privatsphäre:

Nacktscanner jetzt einfach Körperscanner zu nennen, ist ein schlechter Witz. Es sind die gleichen Geräte. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das gescannte Bild des Menschen durch eine Software in eine Grafik umgewandelt und dann erst dem Kontrolleur angezeigt wird. Wie lange das ursprünglich gescannte Nacktbild gespeichert bleibt, ist nicht überprüfbar. Dazu hat es in der Vergangenheit mehrfach Falschinformationen der Hersteller gegeben.

Insgesamt ist die Verwendung der Nacktscanner eine erniedrigende und demütigende Prozedur. Die Reisenden fühlen sich der Überwachungstechnik völlig schutzlos ausgeliefert. Terroristen werden immer andere Wege finden, um Waffen oder Sprengstoffe an Bord zu schmuggeln. Was bleibt ist eine menschlich erniedrigende Technologie, durch die sich Menschen mit Prothesen bloßstellt fühlen könnten und die Anhänger verschiedener Religionen in große Gewissenskonflikte stürzt. Ein echter Sicherheitsgewinn ist durch die Nacktscanner bis heute nicht nachgewiesen – aber die Sicherheitsindustrie jubelt über zusätzliche Millionenumsätze.

2 Kommentare

  1. 1

    Atm ist die Nutzung des Körperscanners, wie in HH auch, freiwillig als Alternative zur üblichen Kontrolle durch eine andere, fremde Person durch abtasten. Was für wen erniedrigender ist lass ich mal offen. Nutzungszahlen in HH weißen darauf hin, dass Mensch lieber die Technik will als Körperkontakt.
    Vielleicht wäre das ein oder andere „ich“ im Beitrag hilfreich, Bedürfnisse der Menschen sind verschieden und solange Technik als Alternative angeboten wird, ist sie zumindest nicht erniedrigend.

    • @amsel Schau doch mal in der Wikipedia unter Salamitaktik nach. Natürlich ist das alles wie immer tooootaaaaal freiwillig.

      Oder erst mal nur auf x Jahre in der Erprobung. Oder nur für diese bösen Terrorterroisten…